Die Banalität des Bösen

Die Kunstwelt muss mit Heidegger abschließen

Wenige Philosophen hatten solch einen großen Einfluss auf die Kunstwelt wie Martin Heidegger. Sein radikales Denken hat viele Künstler inspiriert. Aber nachdem Die Zeit eine Auswahl von Heideggers Briefen veröffentlicht hat, die eindeutig die Sympathie des Philosophen für den Nationalsozialismus und den Antisemitismus belegen, ist es an der Zeit, Heidegger aus der Kunst- und der Philosophiewelt zu streichen. Hannah Arendt, die immerhin Jüdin war, spielte eine wichtige Rolle dabei, Heidegger nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus wieder aufzuhelfen. Leider! Heidegger hätte niemals „wiederentdeckt“, sondern vielmehr bestraft werden sollen für seine Unterstützung Hitlers und dessen Regime. Dazu hat die dänisch-deutsche Künstlergruppe Surrend eine kleine Bildergeschichte geschaffen. Hannah Arendt berichtete als Journalistin über das Gerichtsverfahren gegen den Nazi Adolf Eichmann in Jerusalem. Surrend erzählt eine etwas andere Geschichte, die stattdessen Heidegger einschließt.

Surrends Erzählung kann gratis hier heruntergeladen werden:

die-banalitaet-des-boesen

 
Hintergrund: Surrend war viele Jahre bekannt für seine satirische Kunst. Aber 2010 ersetzte die Künstlergruppe die harte politische Satire durch Kinderbücher mit mathematischem Fokus. Das Buch „Fermats großer Satz“ -über den berühmtesten Beweis der Mathematikgeschichte- ist erst kürzlich auf Deutsch erschienen.